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Mosaikfußboden

Dies hat eine lange kulturelle Tradition. Es handelt sich dabei um musivische (aus farbigen Steinstücken zusammengesetzte), ornamentale oder figürliche Flächendekorationen. Meist dienen Mosaike zur Dekoration von Fußböden, Gewölben und Wänden.

Dabei wird auf das Mauerwerk eine Schicht aus Mörtel oder Kitt aufgetragen, in deren feuchte Masse dicht nebeneinander die Stein- und Glaswürfel eingesetzt werden. Es gibt auch Mosaikböden, in die Blattgold eingelegt wurden. Im Florenz des 16. Jahrhunderts wurden auch schwarze Marmortische fugenlos aneinander gelegt. Bereits im alten Orient und im klassischen Griechenland gab es Fußbodenmosaik.

Ein Hauptwerk ist das Fußbodenmosaik mit der Darstellung der Alexanderschlacht aus Pompeji, das sich im Museum von Neapel befindet. Als Wandschmuck kommt das Mosaik nur in kleinen Formaten vor. In den christlichen Basiliken Roms gab es die ersten Gewölbemosaike. Man fertigte dann ab dem 4. Jahrhundert auch Glasmosaiks an.

Farbiger Reiz und Leuchtkraft steigerten sich an der gewölbten Fläche durch Lichtreflexe. In Ravenna stellt das Kuppelmosaik des Baptisteriums der Orthodoxen (um 450) einen Höhepunkt der altchristlichen Mosaikkunst dar. Mosaiken an Wänden und Gewölben hatten die Funktion, die Feierlichkeit und Pracht der Kirchenräume zu erhöhen.

Im späten 19. Jahrhundert nahm die Bedeutung von Mosaiken in Verbindung mit der Glasmalerei wieder zu. Dies betraf zunehmend auch öffentliche und private Gebäude.